Unter einem Privatkredit wird ein Darlehen verstanden, das von einer Privatperson bei einer Bank aufgenommen wird, um sich bestimmte Wünsche zu erfüllen oder kurzfristige finanzielle Engpässe zu überbrücken. Im Gegensatz zu einem zweckgebundenen Darlehen wie einem Autokredit oder einer Baufinanzierung kann ein Privatkredit flexibel genutzt werden – sei es für die eigene Traumhochzeit, einen lang ersehnte Reise oder unvorhergesehene Ausgaben wie einen Umzug oder dringende Reparaturen. Dabei wünscht sich natürlich jeder Kreditnehmer einen möglichst „günstigem“ Privatkredit. Doch wann ist ein Privatkredit überhaupt als „günstig“ anzusehen?
Wann ein Privatkredit eine sinnvolle Finanzierungslösung sein kann
Die Gründe, warum jemand einen Privatkredit aufnehmen möchte oder muss, sind äußerst vielfältig:
- Ein unvergesslicher Traumurlaub buchen: Wenn Sie dringend eine Auszeit brauchen oder sich einfach eine schöne Reise gönnen möchten, können Sie mit einem Privatdarlehen sofort losbuchen und müssen nicht mehr lange darauf sparen.
- Die perfekte Hochzeit planen: Manchmal will man einfach lieber heute als morgen ja sagen. Mit einem Privatkredit können Sie den schönsten Tag im Leben genau so gestalten, wie Sie es sich wünschen – vom eleganten Brautkleid bis hin zur stilvollen Hochzeitsfeier.
- Ein Umzug finanzieren: Ob wegen Jobwechsel oder weil die alte Wohnung nicht mehr zum eigenen Leben passt – manchmal lässt ein Umzug kaum aufschieben. Mietkaution, Maklerprovision, neue Möbel und Transportkosten können sich aber schnell summieren und sind nicht immer auf der hohen Kante. Ein Privatkredit sorgt dafür, dass Ihr Umzug reibungslos und ohne finanzielle Engpässe gelingen kann.
- Unerwartete Autoreparaturen stemmen: Wenn Ihr Auto plötzlich streikt und eine teure Reparatur ansteht, kann ein Kredit schnelle Abhilfe schaffen. So wird die Mobilität nicht eingeschränkt und Ihr Leben kann stressfrei weitergehen.
- Dringende Haushaltsanschaffungen ermöglichen: Hat die Waschmaschine den Geist aufgegeben oder der Kühlschrank ist ausgefallen, können Sie mit der Neuanschaffung nicht lange warten. Mit einem Privatkredit lassen sich solche unerwarteten Ausgaben sofort decken, ohne dass es zum finanziellen Desaster wird.
- Teure Brillen oder Zahnimplantate bezahlen: Nicht alles, was unserer Gesundheit dient, wird vollständig von der Krankenkasse übernommen. Ein Privatkredit kann helfen, sich beispielsweise eine teure Gleitsichtbrille anzuschaffen oder sich für hochwertige Zahnimplantate statt eine billige Prothese zu entscheiden.
- Weiterbildung oder Studium finanzieren: Ob berufsbegleitendes Studium, Sprachkurs oder eine kostspielige Fortbildung – manchmal ist der Wunsch nach Weiterentwicklung größer als das eigene Budget. Hier kann Ihnen ein Privatkredit zum Karrieresprung verhelfen, ohne die monatlichen Ausgaben zu stark zu belasten.
Ob Herzenswünsche wie eine besondere Hochzeit oder notwendige Entscheidungen wie ein Umzug in eine andere Stadt – wenn die Ersparnisse nicht ausreichen, kann ein Privatkredit die Lösung sein. Hierbei sollten Sie sich aber nicht mit dem erstbesten Kreditangebot Ihrer Hausbank zufrieden geben, sondern sich nach einem günstigen Angebot umsehen.
Günstigen Privatkredit finden – worauf achten?
Zinsen: Der größte Kostenfaktor
Der wichtigste Einflussfaktor für die Gesamtkosten eines Privatkredits sind die Zinsen. Denn sie bestimmen, wie viel zusätzlich zur eigentlichen Kreditsumme zurückgezahlt werden muss. Beim Zinsvergleich muss der Unterschied zwischen Sollzins und effektivem Jahreszins beachtet werden. Der Sollzins gibt lediglich den reinen Zinssatz auf die Kreditsumme an, der effektive Jahreszins beinhaltet auch Zusatzkosten wie Bearbeitungsgebühren oder optionale Versicherungen, sodass der Vergleich des effektive Jahreszinses sinnvoller ist.
Ratenhöhe: Wie sie die Kreditkosten beeinflusst
Die Ratenhöhe hat ebenfalls einen direkten Einfluss auf die Gesamtkosten eines Kredits. Je niedriger die Raten sind, desto länger ist die Laufzeit, wodurch sich insgesamt höhere Zinskosten ergeben. Mit höheren Raten wird der Kredit schneller getilgt und die Zinsen bleiben niedriger, allerdings sind die monatliche Belastung höher.
Wer sich für eine kurze Laufzeit entscheidet, zahlt insgesamt weniger Zinsen, muss aber mit höheren monatlichen Raten rechnen. Wer eine längere Laufzeit mit niedrigeren Raten wählt, schon das monatliche Budget, hat aber höhere Gesamtkosten.
Flexible Rückzahlungsmöglichkeiten: Warum sie sinnvoll sind
Viele Banken bieten auch Privatkredite mit flexiblen Rückzahlungsmöglichkeiten an. Durch mögliche Sondertilgungen kann der Kredit vorzeitig reduziert oder komplett abbezahlt werden, wodurch Zinskosten gesenkt werden. So kann beispielsweise das Weihnachtsgeld verwendet werden, um den Privatkredit schneller abzuzahlen und sich weitere Zinsen zu sparen. Ratenpausen hingegen können in finanziellen Engpässen helfen, kosten aber meistens zusätzliche Gebühren oder verlängern die Laufzeit. Trotzdem bietet diese Option eine gewisse Sicherheit. Wer einen günstigen Privatkredit sucht, sollte nicht nur auf den Zinssatz, sondern auch auf die Rückzahlungsmodalitäten achten.
Gebühren und versteckte Kosten: Aufs Kleingedruckte kommt es an
Neben den Zinsen können auch Gebühren und versteckte Kosten die Kreditkosten beeinflussen. Bearbeitungsgebühren wurden bei Verbraucherkrediten zwar weitgehend abgeschafft. Aber einige Banken erheben weiterhin Kontoführungsgebühren oder andere Verwaltungskosten. Deshalb sollte Kleingedruckte genau geprüft werden.
Auch bei der vorzeitigen Ablösung oder Sondertilgungen können zusätzliche Kosten anfallen. Einige Anbieter bieten kostenlose Sondertilgungen an, andere verlangen eine Vorfälligkeitsentschädigung. Auch dieser Umstand sollte bei der Suche nach dem günstigsten Privatkredit berücksichtigt werden.
Zusammen mit Privatkrediten werden oft Zusatzprodukte wie Restschuldversicherungen angeboten, die den Kreditnehmer im Falle von Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Tod absichern sollen. Allerdings sind sie oft teuer und erhöhen die monatlichen Kosten stark, obwohl es vielleicht günstigere Alternativen gibt. Wer ein günstiges Privatdarlehen sucht, sollte deshalb genau abwägen, ob diese Zusatzprodukte wirklich notwendig sind.
Privatkredit: Welche Finanzierungsstrategie passt?
Welche Finanzierungsstrategie die beste ist, hängt stark vom Verwendungszweck ab. Das kann anhand verschiedener Beispiele verdeutlicht werden:
- Wer sich z. B. eine Urlaubsreise gönnen möchte, weil er dringend eine Auszeit braucht, kann mit höheren Raten und kurzen Laufzeiten den Kredit schnell zurückzahlen – und profitiert dadurch in der Regel von besseren Zinsen.
- Steht hingegen ein plötzlicher Umzug an, weil die alte Wohnung wegen Eigenbedarf gekündigt wurde oder ein neuer Job in einer anderen Stadt wartet, zählt vor allem eine schnelle Auszahlung. In solchen Fällen sollte der Privatkredit unkompliziert und ohne lange Bearbeitungszeit verfügbar sein.
- Für teurere Wünsche wie eine hochwertige Einbauküche oder eine große Hochzeit mit allem Drum und Dran ist eine längere Laufzeit sinnvoll. So bleibt die monatliche Belastung moderat, und der Kredit engt den finanziellen Spielraum nicht zu sehr ein.
Diese Beispiele zeigen: Die beste Finanzierungsstrategie ist so individuell wie das Leben selbst. Möchten Sie wissen, welcher Privatkredit in Ihrem Fall besonders günstig ist, sollten Sie sich am besten an einen Experten wenden, der für Sie verschiedene Privatkreditangebote transparent und übersichtlich vergleichen kann. Die ImBauFin GmbH berät Sie gern.